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Welpen & Junghunde2018-12-28T16:54:57+00:00

Project Description

Welpen & Junghunde

Lernprogramm für Welpen

Unser achtwöchiges Lernprogramm wird ab der 8. Lebenswoche Ihres Welpen angeboten. Die jetzige Phase ist besonders wichtig: Alle Lernerfahrungen, welche der Hund in der Sozialisierungsphase oder auch sensiblen Phase macht, sind besonders nachhaltig und für den Hund einprägend. Das heißt nicht, dass er danach nicht mehr in der Lage wäre umzulernen bzw. Neues zu erlernen. Es geht nicht um die eine Prägung, welche nicht mehr umkehrbar ist. Da der Welpe allerdings schnell und nachhaltig lernt, sollten in dieser Zeit positiv und kontrolliert gestaltete Möglichkeiten zur Sozialisation und Habituation angeboten werden.

Sozialisation bedeutet, dass eine Affinität zu bestimmten Sozialpartnern aufgebaut wird. Währenddessen spricht man von Habituation, wenn der Hund sich an Umweltreize gewöhnt. In der Sozialisierungsphase sollte er somit positive Erfahrungen mit Menschen, anderen Hunden, Tieren sowie Umweltreizen machen können. Da die Sozialisierungsphase auch eine sensible Phase darstellt bzw. solche Phasen beinhaltet, ist es wichtig, dass der junge Hund dabei nicht mit Reizen überflutet wird. Er soll „ankommen“, sich beim Menschen sicher fühlen und einfühlsam an die große weite Welt herangeführt werden. Es ist dabei von Bedeutung, dass die Reize langsam gesteigert werden, damit der Hund das Erlernte ohne Überforderung generalisieren kann. Wir achten im Training darauf, reizarm zu starten und durch Nasenspiele wie Erkundungen Möglichkeiten zum Spannungsabbau anzubieten.

Welpen & Junghunde

Von einem später alltagstauglichen Hund wünschen wir uns, dass er gelassen und selbstsicher durchs Leben geht. Das Meistern spielerischer Herausforderungen und eine Stärkung der Umweltsicherheit sind eine Grundlage dafür. Der Hund gewinnt an Selbstbewusstsein, wenn er Dinge meistert und kleine Probleme löst. Das Erkunden und Verarbeiten von neuen Eindrücken macht nicht nur müde und fährt herunter, sondern trägt damit auch zu einer größeren Umweltsicherheit und Vorbeugung von Angst- und Aggressionsverhalten bei. Im Welpenkurs führen wir vor diesem Hintergrund Entdeckertouren und Gegenstandsgewöhnungen durch, die ganz nebenbei noch eine schöne Bindungsarbeit zwischen Hund und Halter darstellen.

Welpen sollten lernen, welches Verhalten beim Gegenüber welche Reaktion zur Folge hat und wie sie ihr Repertoire an Körpersprache und Signalen richtig einsetzen. Daher ist der Kontakt mit anderen gleichaltrigen und älteren Hunden besonders wichtig. In unserem Welpenkurs sollen Welpen spielerisch ihre kommunikativen Fähigkeiten mit Artgenossen erproben. Das heißt nicht, dass sie auf sich allein gestellt sind und alles „unter sich klären“. Als Halter müssen Sie lernen, wann und wie Sie sich als Mensch einmischen sollten und wie Sie die Signale Ihres Hundes richtig deuten. Demzufolge wird ein kontrolliertes Spiel stattfinden, in welches in den richtigen Momenten eingegriffen wird. Welpen untereinander können zwar Sozialverhalten üben, sich rangeln, balgen und unterwerfen, aber es bedarf einer kompetenten Führung. Diese kann, wenn erforderlich, korrigierend und helfend eingreifen, um vorteilhafte und erwünschte Verhaltensweisen zu fördern und andere zu unterbinden.

Sich einmischen, wenn einer sich nicht wohlfühlt – Auf diese Weise kann der Mensch es schaffen, dem Hund in Sachen Hundebegegnungen Sicherheit zu vermitteln und so einen Grundstein für eine vertrauensvolle Beziehung zum Halter zu legen. Andernfalls lernt der Hund, dass der Mensch nicht in der Lage ist, ihn zu beschützen. Ein anderes Problem einer ausschließlichen Spielstunde: Die Hunde lernen zwangsläufig, dass andere Hunde immer zum Toben da sind, was im Alltag zu Problemen führen kann. Nämlich dann, wenn der Hund stets losrast, um mit jedem gesichteten Hund zu spielen.

In unserem Lernprogramm hat daher zunächst die Entwicklung einer positiven Bindung an die Bezugsperson oberste Priorität. Daneben finden Übungen wie das Heranrufen, Laufen an der Leine, das Abgeben von Gegenständen etc. statt. All das geschieht nicht nur auf einem eingezäunten Platz, sondern bewusst in freier Natur und im Alltagsgeschehen. Es nützt uns wenig, wenn ein Hund auf dem Platz „funktioniert“, die Reize im Alltag aber interessanter findet als seinen Halter. Somit findet das Training in der Umgebung, in welcher Mensch und Hund den Alltag verbringen, statt: Auf dem Spaziergang im Wald, in der Fußgängerzone der Stadt, in Wohnsiedlungen, am Wildgehege etc.

In unserer Welpenprägung wird ein festes 8 Unterrichtseinheiten umfassendes Lernprogramm vermittelt, um ein weiterführendes Lernen zu ermöglichen. Die Welpengruppe überschreitet die Zahl von 4-6 Hunden nicht, sodass ein individuelles Eingehen auf die einzelnen Mensch-Hund-Teams gewährleistet ist. Um möglichst alltagsnahe und abwechslungsreiche Situationen zu schaffen, findet das Training an unterschiedlichen Orten und nicht ausschließlich auf einem eingezäunten Übungsplatz statt.

Junghundekurs

Das Junghundetraining ist nach der Welpengruppe die nächste Stufe in der Entwicklung zum zuverlässigen Alltagsbegleiter. Die Festigung von Signalen, Sozialisation sowie Habituation sollen weitergeführt werden. Dabei werden die Veränderungen im Inneren des jugendlichen Hundes berücksichtigt und Strategien zum Spannungsabbau vermittelt.

Nach Abschluss der Sozialisierungsphase (ca. 16. Lebenswoche) ist der Hund kein Welpe mehr und es wird vom „Junghund“ gesprochen. In diesem Alter kristallisiert sich eine zunehmende Selbstständigkeit heraus. Gerade jetzt sollten Sie mit viel Geduld, Ruhe und Konsequenz auf Ihren Hund eingehen. Es ist wichtig, ihm die „Spielregeln“ zu verdeutlichen und auf dessen Einhaltung zu achten. Dies bedeutet keinesfalls, nun härter mit ihm umgehen zu müssen. Im Gegenteil: Der pubertierende Hund ist auch ein solcher, der sich auf der Suche befindet und viel Sicherheit benötigt. Sie sollten ihm durch intensiven Bindungsaufbau verstärkt Sicherheit und Schutz vermitteln. Zeigen Sie dem pubertierenden Hund, dass er sich auf Sie als wichtigste Bezugsperson verlassen kann. Regeln und Grenzen bieten Orientierung und zeigen einem suchenden Hund einen Weg auf. Der Halter muss demnach lernen, eine gute Führungsrolle zu übernehmen und den Hund „durchs Leben zu führen“.

Hunde nehmen nun auch verstärkt den Unterschied zwischen den Geschlechtern wahr, was die Begegnungen untereinander zunehmend verändert und mehr Konfliktpotential mit sich bringt – so beispielsweise, wenn Rüden sich als „Halbstarke“ beweisen wollen. Hier ist es weiterhin wichtig, Teil von den Begegnungen zu sein, sie zu gestalten und in den richtigen Momenten einzugreifen. Zuverlässiges Herankommen, das Gehen an lockerer Leine sowie das Befolgen weiterer wichtiger Signale werden in unterschiedlichsten Situationen trainiert. Weiterhin steht die Förderung der Konzentration auf den Besitzer und die vertrauensvolle Arbeit mit dem Hund als sicherem Alltagsbegleiter im Fokus.

Der Kurs geht über 8 Wochen bzw. 8 Stunden à 60 Minuten im Kleingruppentraining. Die Junghundegruppe überschreitet die Zahl von 4-6 Hunden nicht, sodass ein individuelles Eingehen auf die einzelnen Mensch-Hund-Teams gewährleistet ist. Um möglichst alltagsnahe und abwechslungsreiche Situationen zu schaffen, findet das Training an unterschiedlichen Orten und nicht ausschließlich auf einem eingezäunten Übungsplatz statt.

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