Tiergestützte Therapie

Als Pädagogin biete ich Einsätze im Rahmen der tiergestützten Pädagogik/Therapie an. Da die meisten Fachtermini tiergestützter Arbeit aus der englischen Sprache stammen, wird der Begriff „Therapie“ häufig auch im Kontext pädagogischer Handlungsweisen verwendet. In diesem Fall bleibt er aber nicht auf einen medizinischen bzw. psychologischen Kontext beschränkt, sondern wird als allgemeiner Überbegriff verwendet.

Im Oktober 2013 haben mein Hund Lando und ich die Prüfung zum Therapiebegleithundteam, abgenommen durch den TBD e.V., erfolgreich bestanden. Unserer einjährigen Ausbildung liegt die Steinfurter Therapie­begleithund-­­Methode zugrunde, welche sich seit vielen Jahren als zertifizierte Möglichkeit des tierg­estützten Einsatzes bewährt hat. Im Mittelpunkt steht hier das Miteinander von Therapeut und Hund als speziell ausgebildetes Therapiebegleithund-Team: Innerhalb der Ausbildung soll demnach eine partnerschaftliche Verbindung zwischen Pädagogen und Hund als Co-Pädagogen aufgebaut und vertieft werden, um so den Grundstein für eine gemeinsame Arbeit zu legen.

Die bereitgestellte PDF enthält einen chronologischen Lebenslauf, welcher meine pädagogische, tiergestützte sowie hundepsychologische Ausbildung aufzeigt: Chronologischer Lebenslauf Hanke

Der Therapiebegleithundeinsatz ist möglich in:

  • Kindergärten

  • Kindertagesstätten

  • Schulen

  • Privaten Haushalten

  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

  • Krankenhäusern

  • Psychiatrischen Einrichtungen

  • Seniorenwohnheimen etc.

Je nach Einsatzgebiet variieren die Förderziele und die methodische Umsetzung. So kann beispielsweise in einer Schulklasse durch den stundenweisen Einsatz das Verantwortungsbewusstsein (durch Versorgung des Hundes), die Gruppendynamik (durch Gruppenspiele mit dem Therapiebegleithund) sowie das Selbstbewusstsein (durch das positive Erfahren von Macht, wenn der Hund umsetzt was man ihm sagt) gefördert werden. Ebenso können die Kinder durch die Vermittlung von Basiswissen über den Hund im sicheren bzw. richtigen Umgang mit dem Hund geschult werden.

Doch wozu das alles? Immer wieder hört man von Studien, welche bestätigen, dass Menschen mit Haustieren zufriedener, gesünder und weniger gestresst leben. Insgesamt haben Begegnungen mit Tieren häufig eine positive Wirkung auf das Empfinden und Verhalten von Menschen. Macht man sich die positive Wirkung des Tieres zu Nutzen, können Menschen mit Hilfe von Hunden in unterschiedlichen Lebenslagen gefördert und unterstützt werden. Es gibt  viele Gründe, weshalb der Hund eine so positive Wirkung auf den Menschen hat und in der sozialen Arbeit wahre Wunder bewirken kann.

Im Folgenden sollen einige dieser Gründe aufgezählt werden:

  • Bedingungslose Akzeptanz & Wertfreiheit: Der Hund begegnet jedem Menschen wertfrei und stellt keine Erwartungen an ihn.

  • Motivator: Der Hund ist ein Motivator. Er motiviert intrinsisch (aus der Freude heraus etwas mit dem Hund zu machen).

  • Nähe & Wärme: Der Hund ermöglicht Nähe und Wärme.

  • Eisbrecherfunktion: Der Hund hat eine Eisbrecherfunktion inne. Er erleichtert die Kontaktaufnahme zum Menschen durch seinen Sympathiebonus.

  • Anregend: Der Hund regt an zu Interaktion, Kommunikation und Bewegung.

  • Identifikationsobjekt: Der Hund kann ein Identifikationsobjekt darstellen, wenn er beispielsweise selbst ein Problem (z.B. Unsicherheit oder Angst) zeigt oder selbst eine schwere Geschichte (z.B. Hunde aus dem Tierschutz) hat.

  • Sinnstiftende Tätigkeiten: Es kommt zu natürlichen Handlungen (z.B.  Saugen der Hundehaare), welche dem Leben Sinn geben – insbesondere im tristen Alltag des Altenheims.

  • Nonverbale Kommunikation: Über den Hund kann der Mensch nonverbal kommunizieren.

  • Authentisch: Der Hund ist direkt und sehr authentisch in seiner Rückmeldung.

  • Vertrauensvoller Geheimnisträger: Der Hund ist ein vertrauensvoller Geheimnisträger. Man kann ihm alles anvertrauen ohne Angst haben zu müssen, dass er es weitersagt.

  • Förderung des Verantwortungsbewusstseins: Die versorgerischen Aktivitäten rund um den Hund fördern das Verantwortungsbewusstsein.

  • Selbstwirksamkeit: Der Hund vermittelt die Erfahrung von Selbstwirksamkeit (vor allem bei Menschen mit Handicap). Selbstwirksamkeit bezieht sich dabei auf die Überzeugung, dass man fähig ist, etwas zu erlernen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen.

  • Selbstbewusstsein/positive Erfahrung von Macht: Der Hund hat positive Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein, indem er z.B. Dinge ausführt, die der Klient ihm aufträgt.

  • Katalysator: Der Hund ist Katalysator. Er ermöglicht Entspannung und positives Lenken von körperlicher Energie.