Antijagdtraining

Auch wenn Hunde als Haustiere in unserer Gesellschaft nicht mehr darauf angewiesen sind Beute zu machen, so liegt es doch in deren Natur. Sie gehören zur Kategorie der Carnivora (Raubtiere). Deren Aufgabe ist es Beute (Wild) aufzuspüren, ihm nachzustellen, es zu hetzen, zu töten und letztlich zu fressen. Lauernde Gefahren wie Straßen und nicht zuletzt der Wildschutz lassen diese Verhaltensweisen jedoch zum Problem werden. Damit der Hund nicht abhanden kommt, verlebt er daher häufig ein Leben an der Leine. Dies kostet Hund wie Halter viele Freiheiten und teilweise auch kostbare Nerven.

Ausgelöst wird der Instinkt des Jagens durch Reize wie Geruch oder Sichten eines Wildtieres. Vorher steht aber nicht selten ein weiterer Reiz, welcher den Hund auf die Suche nach Geruchsspuren gehen lässt: Die Langeweile. Erster Schritt ist es im Antijagdkurs, den Grundgehorsam soweit zu trainieren, dass er auch unter größter Ablenkung noch funktioniert – der Hund also lernt, seinen Impuls bestmöglich zu kontrollieren. Ebenso wird an der stärkeren Orientierung bzw. Bindung des Hundes am Menschen gearbeitet. Der Hund muss seinen Radius verringern, damit ein schnelles Eingreifen ermöglicht wird. Dazu ist es Aufgabe des Halters, sich insegsamt interessanter zu machen. Es geht nicht um das Abschalten des Jadginstinkts, sondern darum, diesen umzulegen und somit das Reizreaktionsschema zu verändern.

Das Praxistraining beinhaltet folgende Themenbereichen aus dem indirekten und
direkten Antijagdtraining:

Orientierungsübungen, Impulskontrolle, Reizangeltraining, Schleppleinentraining
Wild anzeigen, Alternative Beschäftigung, Notfallsignal etc.

Um bestmöglich vorbereitet zu sein, steigen wir mit einer Theorieeinheit ein und lernen unter anderem, wie ein Hund lernt, was die richtige Belohnung ist und wie das jeweilige Jagdverhalten zu beurteilen ist.

Der Kurs geht über 9 Wochen und setzt sich aus einer Theoriestunde ohne Hunde und 8 x 75 Minuten Praxis zusammen. Jeder Teilnehmer erhält ein Skript. Die Antijagdgruppe überschreitet die Zahl von 4 Hunden nicht, sodass ein individuelles Eingehen auf die einzelnen Mensch-Hund-Teams gewährleistet ist. Wir treffen uns zum Training in Bochum und Hattingen. Kosten: 150 Euro pro Mensch-Hund-Team.